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Milchvieh - Success Story

Paket gewählt – jetzt liefert sein Raufutter mehr Energie

Am Horizont erheben sich die schneebedeckten Gipfel der Zentralschweizer Alpen. Darüber ein blauer Himmel mit einer strahlenden Sonne – kann man sich angesichts eines solchen Panoramas auf die Arbeit konzentrieren? Rolf Schärer kann es, und das mit Erfolg. In der Gemeinde Mühlau im Reusstal führt er seit 1997 einen Milchviehbetrieb, den er seinerzeit von seinem Vater übernahm.

Die Herde umfasst inklusive Jungvieh 120 Tiere der Rasse Holstein, Schärer zieht alle Tiere selber auf. „Ich möchte das Jungvieh in der Aufzucht sehen und bei Bedarf eingreifen können“, sagt der 49-jährige Meisterlandwirt. Und weiter: „Uns ist hier wichtig, dass wir die Tiere naturnah halten und es ihnen gut geht.“ 

Seit zweieinhalb Jahren arbeitet der Betrieb mit einem Melkroboter. Heute werden die Tiere im Schnitt 2.8 Mal pro Tag gemolken und Schärer kann einen „Leistungssprung“ bei gleichzeitig positiven Gehalten (Fett: 4.0% (Ziel: 4.3%), Eiweiss: 3.2% (3.3%)) feststellen. Das liegt auch an der Fütterung.

Hochleistungskühe treffsicher versorgen 

Schärers Hof ist ein Hochleistungsbetrieb, bei dem die Fütterung entsprechend auf hohe Milchleistungen – hier: über 30 Liter Tagesmilch bei einem durchschnittlichen Laktationsstadium – abgestimmt ist. 

63 Kühe erhalten das Kraftfutter via den Roboter. So können jene Tiere mit besonders hoher Milchproduktion treffsicher mit der korrekten, höheren Kraftfuttermenge versorgt werden. Seit der Lancierung im Herbst 2016 setzt der Betrieb auf das neue Dairyway™-Milchviehfuttersortiment, das im Rahmen des Innovationswettbewerbs der Suisse Tier 2017 prämiert worden ist. Zu Beginn der Laktation wird hauptsächlich das Energiefutter 8429 mit 16% Rohprotein eingesetzt, um dann in der zweiten Phase der Laktation schrittweise auf das Eiweisskonzentrat 8473 (40% Rohprotein, 6.9 NEL) zu wechseln.

Diese Strategie trägt den Produktionszielen ebenso Rechnung wie der Raufutterration des Betriebs. Hauptkomponenten der Grundfutterration sind zu gut 50% Maissilage, knapp 35% Grassilage sowie 5% Zuckerrübenschnitzel.

Der Clou mit dem Paket 

Um das Fütterungsregime optimal auf die leistungsorientierte Betriebsstrategie auszurichten, setzt Rolf Schärer zum Energiefutter das Paket „Verdauung“ ein, das eingemischt in das Kraftfutter geliefert wird. Das Paket fördert mit Lebendhefen und ätherischen Ölen die Pansenaktivität und unterstützt das Tier so dabei, das volle Energiepotenzial der Grundfutterration auszuschöpfen. Weitere Vorteile: Die Kosten sind exakt planbar und das Paket kann für eine festgelegte Zeit ein- und wieder abgesetzt werden. Das Eiweisskonzentrat wird ohne das Paket gefüttert.

Hinter der Wahl des Pakets Verdauung steckt das Ziel, in der ersten Laktationsphase – der Schlüsselphase für eine erfolgreiche Laktation – mehr Energie aus dem Grundfutter ziehen zu können. Dies, da die Tiere in der Startphase eher von einem Energiedefizit betroffen sind als später in der Laktation. Lebendhefen und ätherische Öle bewirken, dass die Rohfasern im Pansen besser aufgeschlossen und dann verdaut werden. Somit kann die Kuh mehr Energie aus dem Raufutter beziehen.

Viel Platz und gutes Klima bietet der 1997 errichtete Laufstall.
Seit gut zwei Jahren arbeiten Provimi-Kliba-Fütterungsberater Mario Beutler (l.) und Rolf Schärer zusammen.

Diese Phase entscheidet über den Erfolg der ganzen Laktation 

Diese Wirkung ist besonders in der Anfangsphase der Laktation wichtig, weil eine gute Energieversorgung beim Laktationsstart entscheidend für einen erfolgreichen weiteren Laktationsverlauf ist: Persistenz, Fruchtbarkeit und weitere Leistungsparameter zeigen dadurch nachweislich positivere Werte.

Im Laufe der Laktation – ab circa 100 bis 120 Tagen – ist die Energieversorgung nicht mehr von gleich hoher Bedeutung. Mit dem Rationstyp des Betriebs Schärer gilt dies umso mehr: Durch den Mais- und Zuckerrübenanteil ist der grösste Teil der Herde für die zweite Laktationsphase bereits ausreichend mit Energie versorgt. Daher wird dann auf den Einsatz des Pakets verzichtet.

Die Zwischenbilanz des Betriebsleiters

Ein gutes Jahr nach dem Start mit dem neuen Fütterungsregime zieht der Betriebsleiter eine positive Zwischenbilanz: „Es hat sich sehr bewährt“, sagt Rolf Schärer, und meint damit die Werte der Leistungs- und Gesundheitsparameter seiner Herde ebenso wie die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen.

Die hat er übrigens fest im Blick. Im Büroraum direkt neben dem Laufstall zeigt der Computer laufend die aktuellen Kennzahlen wie Futterverzehr und Wiederkauzeit an. Und als Geschäftsführer der Einkaufsgemeinschaft Gesistar achtet Schärer zusammen mit einer Reihe weiterer Landwirte aus der Region darauf, dass die Bezugskonditionen für die eingesetzten Betriebsmittel stimmen.

Der Landwirt-Unternehmer, der auch eine kaufmännische Ausbildung absolviert hat, ist zuversichtlich, die Weichen für seinen Betrieb positiv gestellt zu haben. Dass er es versteht, Kurs zu halten, beweist er nicht zuletzt auch bei seinem Hobby, dem er – so es der Betrieb zeitlich zulässt – auf dem unweit gelegenen Hallwilersee nachgeht: Rolf Schärer ist begeisterter Windsurfer.

Möchten Sie mehr über das Dairyway™-Milchviehsortiment und die Einsatzmöglichkeiten der optional wählbaren Futterpakete erfahren? Nehmen Sie mit unseren Tierernährungsspezialisten Kontakt auf.

 

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Stichworte: Provimi Kliba, Milchvieh, Dairyway, Produkt

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